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Neue gesetzliche Bestimmungen für Thermodirekt-Etiketten ohne BPA und BPS

Bisphenole werden in der Beschichtung von Thermopapieren eingesetzt. Die Beschichtung ändert die Farbe, wenn sie Hitze ausgesetzt wird, sodass die gedruckten Zeichen erscheinen. Bisphenol A (BPA) ist seit dem 1. März 2018 gemäss der Verordnung (EU) 1272/2008 verbindlich als fortpflanzungs-gefährdend eingestuft und ist zudem als besonderes besorgniserregender Stoff identifiziert.

Ab 02.01.2020 ist in der EU ein Verwendungsverbot für Thermalprodukte auf BPA-Basis. Verwender von Thermopapieren sind also diejenigen, welche diesen „Druckvorgang unter Wärmeeinwirkung“ durchführen, resp. die dazu benötigten Geräte betreiben.

Ab 01.06.2020 gilt in der Schweiz das Verwendungsverbot für Thermopapiere, die mehr als 0.02% BPA oder BPS enthalten. Bisphenol S (BPS) ist dem BPA sehr ähnlich und wird ebenfalls als Farbentwickler in Thermopapieren verwendet. Die Schweiz übt mit diesem BPS-Verbot als erstes Land in Europa einen markanten Vorstoss aus. Dieser Entscheid könnte wegweisend sein in Bezug auf Sicherheit, Verbraucherschutz sowie Nachhaltigkeit.
Mit diesem Verbot will man das Verkaufspersonal vor zu hohen Belastungen durch BPA und BPS schützen und damit indirekt auch die Exposition der Verbraucher.

Die weltweit führenden Haftmaterial-Hersteller haben bestätigt, dass mit Ausnahme von wenigen Materialien, die Thermopapiere bereits BPA- und BPS-frei sind.

Quelle: Verwendungsverbot von BPA und BPS in Thermopapieren in der Schweiz, Schweizerische Eidgenossenschaft, Sektionen Risikobeurteilung / REACh & Risikomanagement, 12.07.2019